Eigentlich liebe ich Achterbahnen. Wenn da nicht immer der Weg nach oben und dann anschließende nach unten wäre. (Loopings sind kein Problem). Dementsprechend begeistert war ich vom ständigen rauf und wieder runter bei den 5 Flügen in und durch die USA. Ich fang gar nicht erst an davon zu reden, wenn es durch Wolken ging. Horror pur. Wir haben es aber zum Glück heil zurück nach Hause geschafft und jetzt werd ich euch mal ein wenig von unserem Urlaub erzählen.
Kommen wir mal zunächst zu unserem Auto. Das hier unten ist es, aber auch nur, weil ich mich über den ersten Vorschlag beschwert hab. Zuerst wollten sie uns einen Chevrolet Tahoe geben. Dieses Auto ist locker 10 cm größer als ich. Als wir das Auto bestellt haben, gab es die Auswahl zwischen die Größe eines Jeeps, dann ein Auto das etwas größer ist und die Größe des Tahoes. Ich wusste bereits in dem Moment, dass ich keinen Tahoe haben will, denn ich wusste wie riesig das Auto ist. Bestellt haben wir die Zwischengröße, aber ich glaub am Ende hatten wir die Jeep Variante…aber egal. Das Auto ist gefahren und das auch wirklich gut. Das Einzige was uns gestört hat, war die Kofferraumklappe. Sowas unpraktisches hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Außerdem hat es Marcel davon geheilt, dass unser Auto piepen soll, wenn man ihn aufmacht. Der Toyota RAV 4 hat wirklich immer gepiept. Beim Tür aufmachen, beim Schlüssel ins Schloss machen, aber noch nicht angeschnallt sein, wenn die Handbremse nicht richtig unten ist usw. Aber er hat nicht gepiept wenn die Benzinlampe angeht (ganz toll in der Wüste, wo nur alle 200km eine Tankstelle kommt
)
Unser erstes Hotel lag in der Lombard Street (berühmt für siehe Bild). Ihr glaubt gar nicht wie steil es da erstmal hochgeht von der anderen Seite. Wir sind da am ersten Tag hochgelaufen. Das war ich ja noch von meiner Au Pair Zeit gewohnt. Aber in San Francisco mit dem Auto fahren ist totaler Horror für mich (siehe die Geschichte mit der Achterbahn). Ich hatte ständig Angst das das Auto nach hinten runterpurzelt. Und eine Straße runterfahren, bei der man nicht mal sieht wo es hingeht macht auch keinen Spaß.

Am nächsten Tag sind wir dann am Nachmittag zur Golden Gate Bridge gefahren (Vormittags war sie immer total im Nebel verschwunden). Und auch hier ist noch ein Teil mit Nebel bedeckt. Das Bild darunter wurde vielleicht 1 Stunde später gemacht und da ist kein bisschen Nebel zu sehen. Wirklich ein komisches Phänomen.
Wir sind auch einmal drüber gefahren, wobei wir es etwas komisch finden, dass man in den USA immer die Strecke in die Stadt zahlen muss.
Und um das mal Anzumerken, das Wetter war genial. Wir haben immer die Jacken mitgenommen um sie dann am Ende in der Hand zu tragen. Ich war schon echt sauer, weil Marcel nie das “richtige” SF Wetter sieht. Aber zum “Glück” war das Wetter am letzten Tag des Urlaubs etwas mieser.

Am nächsten Tag ging es dann nach Monterey ins Aquarium. Ich find es da einfach total genial. Vor allem der Bereich mit den Quallen hat es mir angetan. Sieht das nicht genial aus.


Na wo sind die Fische?
Dann ging es weiter nach LA. So wirklich gefällt uns die Stadt nicht. Obwohl Wochenende war, hatte man immer das Gefühl im Berufsverkehr zu stecken. Und wo wir auch hin wollten, alles war mindestens 20km entfernt. Am zweiten Tag haben wir dann auch einfach mal nur einen Tag am Strand gemacht und den Surfern zugeschaut, bzw. selber mal das salzige Wasser genossen.
LA bei Nacht.
Das berühmte Hollywood Schild. Kein Spaß da hochzufahren. (siehe Achterbahn)

Dann ging es nach Las Vegas. Da ist es am Tag wirklich so heiß, dass man die Zeit nur im Pool oder im Shoppingcenter verbringen kann. (ich hab immer das Zweite gewählt
) Am Abend musste man natürlich auf den “Strip”. Der Bereich wo die ganzen Hotels sind. Das sieht wirklich klasse aus, es ist nur relativ voll. Aber das ist auch ok. Am besten haben mir die Springbrunnen vor dem Bellagio gefallen. Das muss man einfach mal gesehen haben.
Ich hab ganz ehrlich gedacht, es gibt nicht mehr in Las Vegas zu sehen, wie die Hotels. Ich hatte total vergessen, dass Las Vegas ja für Hochzeiten bekannt ist. Die Wedding Chapels haben wir dann am nächsten Tag gefunden. Aber wirklich zum heiraten laden die nicht ein.

Hier ist der größte Fernseher der Welt. (auf dem Bild ist nicht alles an) Na, wer findet uns?
Dann ging es weiter zum Grand Canyon. Ich weiß nicht ob das folgende Bild davon ist, aber so sah es die meisten Zeit aus. Sehr spannend.
Auf den Straßen sieht man dann meistens sowas wie auf dem Bild unten. Beim ersten Auto dachte ich noch “Man der fährt aber dicht auf”. Bis mir aufgefallen ist, das es ein Wohnwagen mit passenden Stadtauto ist. Wo in Deutschland gibt es sowas? Und in den USA sieht man das ständig. Wirklich lustig.
Am Grand Canyon angekommen hatten wir nur noch 4 Stunden bis es dunkel geworden ist. Also sind wir schnell rein in den Nationalpark (Eintritt 20$, wie bei jedem Nationalpark). Am Anfang haben wir noch gedacht wir sind falsch. Überall nur Bäume und nichts sah auch nur halbwegs so aus, wie der Grand Canyon. Aber irgendwann haben wir ihn gefunden (ist ja auch nicht zu übersehen). Man kann sich wirklich nicht vorstellen wie tief der Canyon ist. Irgendwo sieht man einen ganz kleinen Fluss, aber wirklich begreifen tut man das nicht.
Im Park wurde ich dann von einem Eichhörnchen angefallen. Naja gut, etwas übertrieben. Es hat glaube nur an meinem Fuß gerochen und mich dabei mit seinen Haaren gestriffen. Aber für mich ein Grund auszuflippen. Ich hab totale Angst vor wilden Tieren (vor ein paar Jahren wollte mir ein Affe im Eberswalder Zoo den Gürtel klauen, aaaahhhh)
Dann ging es weiter nach Death Valley. Ich konnte es kaum abwarten da raus zu kommen. Heiß, langweilig und weit und breit weder ein Auto noch ein Haus.
Im Yosemite Nationalpark gibt es die wohl saubersten Seen die ich je gesehen hab. Der Park ist wirklich schön. Da würd ich auch Campen.
Am Montag sind wir dann nach NY geflogen. (Angekommen sind wir am Dienstag gegen 6). Etwas ungünstig für die hecktischen New Yorker. Die haben einen förmlich über den Haufen gerannt. Um kurz vor 10 hatten wir schon alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Aber schön war es trotzdem. Irgendwann wollten unseren Füße nicht mehr und wir sind lieber wieder zurück zum Flughafen gegangen.
Und jetzt zum besten Teil: Das Essen.
Uns war klar, dass wir uns die meiste Zeit von Fast Food ernähren werden. Kein Problem für uns, denn auch hier in Deutschland essen wir das recht häufig. (jaja Schande über uns).
Mc Donalds kann man in den USA allerdings vergessen. Unseres ist tausendmal besser, also mussten wir uns schnell eine Alternative suchen. Und die Alternative war In-N-Out Burger. Das sind die wohl besten Burger, die wir je gegessen haben. Es dauert bestimmt 10 Minuten bis man seinen Burger endlich bekommt, aber das ist es allemal wert. Die Pommes (aus echten Kartoffeln vor Ort gemacht) sind nicht so doll, aber wer braucht schon Pommes bei solchen Burgern. Und soll ich euch mal sagen was der Cheeseburger (rechts) mit echten Tomaten, viel Fleisch, super leckerer Sauce und dem besten Burger Brötchen kostet: 1.99$.
Natürlich waren wir wie versprochen bei Krispy Kreme. Ich glaub Marcel war erst etwas skeptisch. Was kann an Donuts schon so toll sein? Aber nachdem er seinen ersten Zuckerschock hatte, war er bekehrt. Lecker. Wenn es sowas nur in Deutschland gebe.
Und dann war da ja noch Pinkberry was wir testen mussten. Wir sind zuerst in einen Laden in LA gegangen. Ich hab gleich mal gesagt, das wir noch nie da waren und keine Ahnung haben wie es geht. Das Mädel das uns bedient hat, war super nett. Hat uns gleich mal Muster von allen Eiskremesorten gegeben (4 Stück). Wir haben uns am ersten Tag für einen mittleren Passionsfrucht Frozen Yoghurt entschieden. mit Mango, Ananas un Himbeeren. Leider war das der letzte Tag in LA und man bekommt Pinkberry nicht überall in den Staaten. Also sind wir tatsächlich nochmal um 10Uhr abends zu Pinkberry und haben uns was neues gekauft. Ich einen Fruit Parfait und Marcel einen kleine Frozen Yoghurt in der Variante wie oben beschrieben. Wir waren so süchtig danach, dass wir es geschafft haben, in fast jeder Stadt etwas ähnliches zu finden. Red Mango (der Vorläufer von Pinkberry) ist nicht ganz so lecker wie Pinkberry. Oder Yoghurtland wo man sich seinen Frozen Yoghurt mit Früchten selber zusammenstellen kann. Nichts war aber so gut wie Pinkberry, also haben wir uns in NY nochmal Pinkberry gesucht und einen Frozen Yoghurt genossen.

Noch ein paar andere Dinge von unserem Urlaub.
* für 3000km haben wir 250$ an Benzin gezahlt. Das teuerste war 4.04$ pro Gallone (72 Euro Cent pro Liter) das günstigste war 2,49 (45 Euro Cent pro Liter)
* wir waren in bestimmt 10 Targets (das war so allerdings nicht geplant)
* in den USA gibt es lebende Litfasssäulen. Menschen die an Straßenkreuzungen Schilder halten und für Restaurants usw. werben
* etwas das ich an den USA hasse: die Klos haben einen Türspalt von fast 1cm (links und rechts).
* wir mögen beide am meisten San Francisco (wobei ihr gut auf das Auf und Ab verzichten kann)
* wir machen uns immernoch drüber lustig, wenn wir weiter wie unsere Autolänge entfernt, von der Eingangstür parken
* ich hab immernoch keinen Euro in der Tasche, aber noch US cents
* wir haben sogar einmal ein Filmset gesehen, aber leider keinen Star
* in Las Vegas fährt man mal ganz schnell 100km am Tag durch die Stadt
* ich hab erstmal die Nase voll vom Fliegen und von Urlaub, die letzten Tage waren wirklich stressig